Konzert der Ranchhands im Four Corner in Untermeitingen

01.06.2007

 

Diesen Termin hatten wir schon seit Monaten im Terminkalender stehen.

 

The Ranchhands kombinieren Old-Country mit modernen Songs, gemischt mit ihren eigenen Titeln. Das ganze gepaart mit aussergewöhnlichen Musikern, einer starken Bühnepräsenz und einer fantastischen gesanglichen Darbietung bescherte uns  ein Konzert der Extraklasse.

 

Die 5 Musiker aus Nashville & New York City touren quer durch die USA und sind nur einmal jährlich für 5 Tage in Europa. Dass sie in den USA zu den angesagtesten Bands gehören, beweisst die Tatsache, dass sie auf Hauptbühnen bei Festivals spielen, die an einem Wochenende 60.000 Zuschauer anlocken.

 

Nachdem wir sie 2005 schon einmal im Four Corners und letztes Jahr in Zürich geniessen durften, war es klar, dass der Termin am Freitag im Four Corners erste Priorität hatte.

 

Ab dem ersten Titel schaffte es Leadsänger Mickey Kennedy die Gäste in seinen Bann zu schlagen. Der Frontman, der schon im zarten Kindesalter von 9 Jahren auf der Bühne stand, kann einen glauben lassen, er singe nur für einen alleine. Mit seiner  aussergewöhnlichen Stimme brilliert Mickey in  jeder Tonlage und seine Musik reisst einen förmlich von den Füßen. Mir standen den ganzen Abend die Haare zu Berge.

 

Zu den jedoch begabtesten Musikern unserer Zeit gehört zweifelsohne Chris Tedesco. Das unglaubliche Talent führt den Bogen über seine Geige, als hätte er in seinem Leben nichts anderes getan. Und diese Aussage ist nicht mal so weit hergeholt. Chris steht seit seinem 8. Lebensjahr mit Gitarre und Geige auf der Bühne und seine Präsenz ist den ganzen Abend extrem spürbar. 

 

Ein Solo über ca. 12 Minuten macht ihm genauso wenig aus, wie der langsame Schmusesong mit Fideleinlage direkt danach. Mit offenem Mund sitzt man an seinem Platz und hegt den unbändigen Wunsch, Chris möge nicht aufhören zu spielen. Immer wenn man meint, jetzt geht’s nicht mehr, dreht Chris noch mal auf reisst das Publikum mit. Der Applaus nach jedem Stück ist ohrenbetäubend, doch Chris lächelt nur, winkt Mickey wieder auf die Bühne und weiter geht’s mit dem nächsten Stück

Während der Soloeinlagen seiner Kollegen, überlässt Mickey seinen Platz den Musikern und verlässt für die Länge des Stücks die Bühne, um neben der Bühne lachend und tanzend kaum einen Minute still zu stehen.

 

Die Band legt zwischen den Songs kaum eine Pause ein. Einen Song zu Ende gespielt, hat das Publikum kaum Zeit zu klatschen, da übernimmt der Schlagzeuger sofort den Rhythmus und der nächste Titel reisst einen weiter mit .

 

Auch wenn wir eigentlich zum Tanzen ins Four Corners gefahren sind, wirklich viel waren wir nicht auf der Tanzfläche. Man möchte eigentlich keine Minute von diesem Wahnsinns Konzert verpassen, obwohl Mickey einen immer wieder animiert zu tanzen.  Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen einige male raus zu gehen, jedoch genossen wir den Abend auch mal im sitzen und lockerten unsere Muskeln bei der Pausenmusik von der CD.

 

 

Wer durch diesen Bericht zu der Erkenntnis gekommen ist, dass ich ein Fan dieser Band bin, dem kann ich nur vollesten Herzens zustimmen und ich kann das nächste Konzert in 2008 kaum erwarten.

 

Diese Aussage, die ich irgendwo mal aufgeschnappt habe, trifft es genau:

 

Wer sie kennt, liebt sie. Wer sie liebt, verfolgt sie. Wer sie hört und sieht, vergisst sie so schnell nicht wieder. 

Bericht von Phoenix Geli

 

Fotos von 2005 im Four Corners (2007 folgen…)

        

"The Ranchhands" im Four Corners 2005                                         Chris Tedesco - der benadetste Geiger               Frontman Mickey - Prince Charming himself :-)